15.04.14

Inneres

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Manchmal verliert sich mein Blick im Nichts.
Du, mein Gegenüber, verschwimmst hinter meinen Grenzen und ich bleibe im Ich, im Mein, im Mir.
Die Geräusche sind mit zu laut und unsere Verbindung ist ganz leise. Platte Metapher. Alle Geräusche sind mir zu laut und unsere Verbindung geht zurück.
Alles findet statt, nur nicht wir. Alles findet um mich statt, alles findet mit dir statt, aber ich finde nicht zu dir.
Alle Worte in mir taugen nur für Verletzung, passen nicht zu dem, was ich sagen will. Die Sätze in meinem Kopf führen ein Eigenleben und kreisen und kreisen und kreisen und bauen eine Mauer des Schweigens, denn DAS will ich nicht aussprechen. Und das Aussprechbare findet nur ein Gefühl, aber keine Buchstaben, keine Worte, keine Sätze. Der Kern liegt im Gefühl und das ist gekappt zwischen uns. Lautes SChreien scheint mir eine Lösung, so bizarr und verzerrend ist es in mir.
Nachher sehe ich dich. Und ich hoffe, ich sehe dich. Im Ganzen. Und erhalte durch den Blick auf dich, den Blick in dich wieder eine Brücke zwischen meinen Gefühlen und Worten.
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08.04.14

Käptn Peng - Drawkcab

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Großartige Zwischenraum-Meditation, der Ersatz für meine nicht mehr stattfindenden Raucherpausen in der Arbeit.
Der Sound ist fantastisch!
Sie sehen: Käptn Peng mit Drawkcab


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07.04.14

Meilensteine im Bauch

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Wie dicke, fette Steine liegen mir manche Erinnerungen im Bauch. Aber nicht wie schwere, massige Klumpen, sondern eher wie geballte und verdichtete positive Erinnerungen, auch wenn die Ereignisse nicht immer positiv waren.
Ich blicke darauf zurück, zehn Jahre lang mein Leben mit meinem Sohn zu teilen, zehn Jahre im zusätzlichen Aggregatszustand "Mama" verbracht zu haben und zu erschaudern bei dem Gedanken, dass seine Geburt und damit meine erste Geburt jetzt schon so lange zurück liegt.

Geburtstagsparty-Ausbeute:
T-Shirt Print
Die Geburtstagssause war großartig, das erste Mal war ich abends nicht absolut erschöpft und ausgepowert, sondern positiv erschöpft von dem guten Tag. Vielleicht haben die Jungs jetzt endlich das Alter erreicht, in dem sie ihre kleinen Konflikte letzendlich nicht mehr an die Erwachsenen herantragen, was tatsächlich eine Geburtstagsparty unsagbar erleichtert.

Ich kam erst abends dazu anzustoßen. Hätte auch gerne das Jubiläum mit dem Papa zelebriert, aber mit dem Wunsch war ich, denke ich allein.
Ich habe dann für mich mit dem Gedanken angestoßen, dass wir Eltern diese zehn Jahre trotz Trennung und Patchwork im Großen sehr gut gemanagt haben, dass wir immer noch miteinander reden, auch miteinander streiten, aber uns dennoch auch herzlich in den Arm nehmen können. Wir sind keine kuschelige Harmonie-Patchwork Familie, es gibt noch genügend Differenzen, aber nichts destor trotz wissen wir, dass unsere Egos nicht die Hauptakteure im Lebensstück Eltern sein sollten.


Und mein jetzt zweistelliger Sohn hat bald die Grundschule hinter sich. Hat dann die bayrische vierte Klasse überstanden, das erste Jahr mit Leistungsdruck und Notenstress. Wird dann so richtig flügge, denn er kann dann nicht mehr von der Küche auf seinen Pausenhof spucken, sondern wird täglich durch die Stadt fahren um zur Schule zu kommen und wird Schritt für Schritt groß und erwachsen.
Daran werde ich mich jetzt gewöhnen müssen und begebe mich auf das nächste Level: Loslassen, Ziehenlassen, Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen.

Wenn wieder zehn Jahre um sein werden ist er erwachsen und 20 Jahre alt. Das muss jetzt erst mal in mir wirken als Gedanke.



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30.03.14

Ego 1 + Ego 2 + Kind + Streit

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Ihr lieben anderen Familien, wie macht ihr das mit euren Streiterein untereinander?
Jetzt wo wir zu viert sind, sind es einfach noch mehr  Momente, in denem einem von uns die Nerven überborden.
Mein Sohn und ich streiten, meine Tochter schreit lautstark "nein" oder "meins", oder viel schwerer noch zu handeln: mein Mann und ich geraten aneinander.
Einer von uns hat einen schlechten Tag, schlimmer noch, wir beide haben einen schlechten Tag. Schaukeln uns hoch mit Nichtigkeiten und beginnen zu streiten. Und währenddessen sind da noch zwei Kinder, die die Situationen mit bekommen. Die Kleine streift um die Beine, will hoch genommen werden, oder doch noch etwas Saft oder Schuhe anziehen und raus gehen oder alles gleichzeitig, der Große kommt rein, sieht den Streit, fragt, wann wir uns wieder versöhnen, bittet darum, dass wir nicht streiten, geht ins sein Zimmer, immer mit großen Ohren, während wir Erwachsenen uns anblöken und die Stimmung versauen.
Mein Sohnemann widerum liebt es, Grenzen zu überschreiten, vor allem natürlich, weil es bei mir auch oft so leicht ist :-)  Ich werde über die Jahre immer ruhiger und immer bestimmter, arbeite viel an mir, weil ich genau diese Mechanismen langfristig brechen und auflösen will und dennoch, manchmal scheppert es einfach gewaltig zwischen uns beiden.

Und bei mir jetzt gerade die Furcht, was ihr denkt, wenn ihr das lest. Urteilt ihr über sich streitende Familien? Gilt das gleich als gesellschaftlich geächtet, weil "man" das ja nicht tut? Ist das totales Proletariat, denn mal ehrlich, sich streitende Familien werden eher immer im medialen Trash-Sumpf gezeigt. Und aus meiner persönlichen Sicht: ich kenne wenige Familien, die auch mal in Anwesenheit anderer streiten oder gegenüber den Kindern energisch oder auch mal laut werden. 

Für mich gehört sich streiten, sich anfetzen auch dazu, ich habe ein große Bandbreite an Emotionen in mir und die will ich auch alle ausleben und raus lassen. Und so wie dazu die überbordende Liebe gehöhrt, gehört dazu eben auch manchmal ein absolut frustrieter Stresszustand.

Was mir jedenfalls immer extrem wichtig ist und immer schon war, ist, dass jeder Streit aufgelöst wird.

24.03.14

Über die Eltern

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Was hat es damit auf sich? Wozu das Ganze und wird es enden?
Mit Mitte dreißig habe ich immer noch, immer wieder, phasenweise, etappenweise meine ganz besonderen emotionalen Themen als Tochter meiner Eltern.
Mein vorheriger Post schilderte ja schon die Anfänge.
Heute saß ich mit meiner engsten Freundin beim Mittagessen und siehe da, die Einflüße ihrer Eltern und Großeltern beschäftigen auch sie gerade.
Ich merke, dass sich meine Gedanken und Gefühle zu dem Thema immer mehr verändern. Ich mache meinen Eltern keine Vorwürfe mehr aus der Vergangenheit. Ich weiß, dass jeder Mensch immer sein Bestes, also sein best Mögliches gibt und auch wenn das für mich oft eine denkbar schlechte Lösung war, so haben meine Eltern nie aus Vorsatz gemein oder verstörend gehandelt. 
Aber das Jetzt, das Hier, die momentane Situation beschäftigt mich und die Gefühle mit denen ich dann konfrontiert werde ähneln natürlich auch den Gefühle meiner Kindheit und Jugend.
Meine Eltern haben sich natürlich verändert, aber die Grundthemen sind geblieben. Es gibt eine umgemeine Wertung, eine negative Wertung in ihren Worten und Blicken. Auch Außenstehende spiegeln mir das und reagieren irritiert darüber. Will ich nicht doch nochmal studieren? Das sind doch Männerschuhe, die du trägst, oder? Den Namen unserer Enkeltochter habt ihr schlecht gewählt.  .-.-.-.-.- to be continued.
Nur, was ist die Lösung?
Ich bin schon auf alle erdenkliche Arten und Weisen mit ihnen in die Konfrontation und in den Konflikt gegangen, in der Hoffnung, einen Aha-Effekt bei Ihnen auszulösen. Nach der Konfliktstrategie versuchte ich auch die ruhige, argumentative. Dann das Grenzen setzen. Aber meine Eltern sind Menschen wie wir alle und sie ändern sich eben auch manchmal einfach nicht. Punktum.
Nur desswegen den Kontakt komplett brechen? Wenn ich doch weiß, dass sie alles für mich fallen lassen würden um mir zu helfen? Und kann ich nicht das positive in der Rechnung sein und sie eben nicht bewerten dafür?
Oder mache ich mir etwas vor und muss mich davon endlich emanzipieren?
Und wie alt muss ich werden, bis der Scheiß endlich aufhört?
Und geht es euch auch so?

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17.03.14

Montag gerettet!

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Diese Seite rettet mir gerade den Montag Morgen.

Ich war nie Garfield Fan, aber ohne Garfieldd ist es total mein Fall!

Via juxtapox 
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